Worum geht es?

Die Reise ins Herz der Bücherwelt

Schon seit Wochen roch Furia nach Büchern: Sie war auf dem besten Weg, eine erstklassige Bibliomantin zu werden. Immer tiefer dringt Furia in die magische Welt der Bücher vor. Das phantastische Reich mit seinen uralten Bibliotheken und Geschichten wird von den tyrannischen Drei Häusern regiert. Von einem geheimen Ort aus, dem Sanktuarium, herrschen sie über die Geschicke aller Bibliomanten und Exlibri. Doch Furia und ihre Gefährten leisten Widerstand. Um ihre Welt von den Unterdrückern zu befreien, begeben sie sich auf die gefährliche Suche durch die verborgenen Refugien nach dem Zentrum der Macht – und stoßen auf das größte Geheimnis der Bibliomantik.

Die Fakten zum Buch
Titel: Die Seiten der Welt. Nachtland
Autor: Kai Meyer
Verlag: Fischer FJB
Seitenzahl: 591 Seiten
Erscheinungsdatum: 25. Juni 2015
Preis: 19,99 Euro

Meine Meinung: spannend bis zum Schluss

„Nachtland“ ist der zweite Teil aus Kai Meyers „Die Seiten der Welt“-Trilogie – und definitiv eines meiner Monatshighlights. Die Geschichte setzt nicht direkt am Ende des ersten Bandes ein, stattdessen sind einige Monate vergangen, in denen Furia ihre bibliomantischen Fähigkeiten weiterentwickelt hat.

Los geht es aber natürlich trotzdem mit einem Paukenschlag und man wird sofort wieder mitten in die Geschichte geschleudert, ohne dass erst lang und breit noch mal alles aus dem ersten Teil nacherzählt wird. Obwohl bei mir einige Monate zwischen dem Lesen (bzw. Hören) des ersten Teils und „Nachtland“ vergangen sind, hatte ich trotzdem keine Probleme, schnell wieder in die Geschichte rein zu finden.

Die Spannung bleibt auch das ganze Buch über erhalten, es passiert sehr viel und an verschiedenen Stellen, dass man schon ein wenig aufpassen muss, nicht den Faden zu verlieren. Wie schon im ersten Teil begleitet man nicht nur eine der Hauptfiguren, sondern ist stetig mit verschiedenen Charakteren in den unterschiedlichen Refugien unterwegs.

Dabei lernt man auch einige neue Figuren kennen, die einem, wie Duncan, schnell ans Herz wachsen. Allzu sehr gewöhnen sollte man sich aber an die Figuren nicht, einigen ging es nämlich sehr schnell wieder an den Kragen. Das ist vor allem insofern schade, dass einige der neuen Figuren so sehr blass bleiben und man sich fragt, welchen Zweck sie eigentlich erfüllen sollten. Denn leider ist das nicht bei allen „Neuen“ wirklich klar und nachvollziehbar.

Besonders interessant fand ich an „Nachtland“ auch, dass man mehr über die Struktur und die Geschichte der Refugien und der adamitischen Akademie erfährt. Im Zuge dessen lernt man auch eine der drei Familien kennen, die im Hintergrund die Geschichte der Akademie lenken. Familie Himmel ist alles in allem eher unsympathisch, was sie aber zu durchaus faszinierenden Charakteren macht. Vor allem über Constanze Himmel würde ich gerne mehr erfahren, denn genau solche Charaktere, bei denen man nicht weiß, was genau ihre Agenda eigentlich ist und die absolut undurchschaubar sind, liebe ich!

Fazit

„Nachtland“ ist eine sehr gelungene Fortsetzung von „Die Seiten der Welt“ und mindestens genauso spannend. Glücklicherweise teilt „Nachtland“ nicht das Schicksal vieler Mittelbände in Trilogien, die oft eher Lückenfüller sind und die Geschichte nur wenig vorantreiben. „Nachtland“ ist dagegen sehr sehr spannend, mit viel Action und vielen neuen Informationen gespickt und mit einem Ende, das einen atemlos nach dem dritten Band greifen lässt – und der liegt bei mir glücklicherweise schon bereit.

Eine große Leseempfehlung; von mir gibt es ★★★★